Büssing-NAG 4500A late
IBG35013
IBG-Modellbau
1:35
- Maßstab 1/35
- Motornachbildung
- 2 Markierungsoptionen
- Plastikreifen mit Reifenbeschriftung
- nicht gebaut/nicht bemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
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Die schweren Lastkraftwagen Büssing-NAG 500 S, 500 A, 4500 S und 4500 A gehören zu einer gemeinsamen Fahrzeugfamilie deutscher 4,5-Tonnen-Lkw, die während des Zweiten Weltkriegs in großer Stückzahl für militärische Transportaufgaben eingesetzt wurde. Die Bezeichnungen „S“ und „A“ stehen dabei für die Antriebsart: S (Straße) bezeichnet die zweiradgetriebenen 4×2-Versionen, während A (Allrad) die geländegängigen 4×4-Ausführungen kennzeichnet.
Die Baureihen 500 S und 500 A stellen die frühen Modelle dar, die ab etwa 1940 gefertigt wurden. Beide waren mit einem wassergekühlten Sechszylinder-Dieselmotor von rund 105 PS ausgestattet und besaßen eine Nutzlast von etwa 4,5 bis 4,75 Tonnen. Der 500 S war hauptsächlich für den Straßentransport vorgesehen und besaß eine waagerecht verlaufende Motorhaube. Der 500 A verfügte dagegen über Allradantrieb, eine höhere Bodenfreiheit und eine leicht nach hinten ansteigende Motorhaube, wodurch er sich besonders für Einsätze auf schlechten Straßen und im Gelände eignete. Äußerlich lassen sich die frühen 500er-Modelle zudem häufig an den sieben seitlichen Lüftungsschlitzen der Motorhaube erkennen.
Ab 1942 wurden die weiterentwickelten Typen 4500 S und 4500 A eingeführt, die die 500er-Baureihe schrittweise ablösten. Technisch blieben sie weitgehend mit ihren Vorgängern verwandt und nutzten weiterhin den bewährten Sechszylinder-Dieselmotor. Die wichtigste Änderung betraf die modernisierte Karosserie mit überarbeiteter Frontpartie und einer leicht ansteigenden Motorhaube. Der 4500 S blieb die straßengebundene 4×2-Version, während der 4500 A als Allradfahrzeug für schwieriges Gelände ausgelegt war. Beide Varianten wurden in zahlreichen Ausführungen gefertigt, darunter als Pritschenwagen, Werkstattfahrzeuge, Tankwagen, Funkwagen und Zugmaschinen für Spezialaufbauten.
Für die Identifikation auf historischen Fotos sind vor allem drei Merkmale hilfreich: Erstens weist eine angetriebene Vorderachse mit sichtbarem Differenzial auf eine A-Version hin, während dieses Merkmal bei den S-Versionen fehlt. Zweitens besitzt der 500 S eine nahezu waagerechte Motorhaube, während der 500 A sowie die späteren 4500er-Modelle eine nach hinten ansteigende Haubenlinie zeigen. Drittens unterscheiden sich die frühen und späten Baureihen durch die Gestaltung von Fahrerhaus und Frontpartie, die beim 4500 moderner und kantiger ausgeführt wurde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der 500 S und der 4500 S die straßenorientierten Standard-Transportfahrzeuge ihrer jeweiligen Generation waren, während der 500 A und insbesondere der 4500 A die geländegängigen Allradversionen darstellten. Der 4500 A entwickelte sich dabei zu einem der wichtigsten schweren Wehrmachts-Lkw der Kriegsjahre und diente als Grundlage für zahlreiche Sonderfahrzeuge, Werkstattwagen und Kranaufbauten. Für Modellbauer sind vor allem die Unterschiede bei Motorhaube, Vorderachse und Fahrerhausgestaltung entscheidend, da diese Merkmale die einzelnen Varianten auf den ersten Blick voneinander unterscheiden.
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