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British Infantry in Combat 2010-16 Set 2

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Plastikbausatz für britische Infanteristen im Einsatz (2010-2016)
  • Maßstab 1:35
  • 4 Figuren
  • inkl. Zubehör und Decals
  • ungebaut, unbemalt
  • Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die britische Infanterie befand sich zwischen 2010 und 2016 in einer Phase des Übergangs. Die ersten Jahre dieses Zeitraums waren noch stark durch den Kampfeinsatz im Rahmen der Krieg in Afghanistan geprägt, insbesondere während der britischen Operation Herrick in der Provinz Helmand. Nach dem Ende der britischen Kampfmission Ende 2014 verlagerte sich der Schwerpunkt auf Ausbildungs- und Beratungsaufgaben sowie auf Übungen zur Vorbereitung künftiger Einsätze.

Eine der sichtbarsten Neuerungen war die Einführung der Multi-Terrain Pattern (MTP)-Tarnbekleidung. Sie ersetzte schrittweise die zuvor verwendeten Wüsten- und Waldtarnmuster und wurde speziell für unterschiedlichste Einsatzumgebungen entwickelt. Bis 2012 war MTP weitgehend Standard in den britischen Streitkräften und prägte das Erscheinungsbild der Infanterie während der letzten Afghanistan-Einsätze.

Zur persönlichen Schutzausstattung gehörten in dieser Zeit vor allem die Osprey Body Armour der Mark-4-Generation mit keramischen Hartballistikplatten sowie der Mk. 7-Gefechtshelm, der den älteren Mk. 6A ablöste. Ergänzt wurde die Ausrüstung durch ballistische Schutzbrillen, flammhemmende Handschuhe und moderne Knieschützer. Als Standardbewaffnung diente das L85A2 (SA80) mit optischem SUSAT- oder zunehmend ACOG/ELCAN-Zielfernrohr. Unterstützungswaffen wie das L7 General Purpose Machine Gun, das L110A2 Light Machine Gun (bis zu seiner Ausmusterung), das L129A1 Sharpshooter Rifle sowie das L16 81 mm mortar ergänzten die Feuerkraft der Infanterie.

Die zunehmende Bedrohung durch improvisierte Sprengsätze (IEDs) führte zu einer deutlichen Veränderung der Einsatzweise. Patrouillen wurden verstärkt durch geschützte Fahrzeuge wie den Mastiff, den Foxhound und den Jackal unterstützt. Gleichzeitig kamen unbemannte Aufklärungssysteme und moderne Kommunikationsmittel zunehmend zum Einsatz, wodurch sich die Aufklärungs- und Führungsfähigkeiten der Infanterie erheblich verbesserten.

Nach dem Ende der Kampfmission in Afghanistan Ende 2014 verlagerte sich der Schwerpunkt der britischen Infanterie auf Ausbildung, internationale Übungen und schnelle Eingreifbereitschaft innerhalb der NATO. Die in Helmand gewonnenen Erfahrungen – insbesondere in den Bereichen Verwundetenversorgung, Aufklärung, Führungsverfahren und Schutz der Soldaten – beeinflussten Ausrüstung und Taktik der British Army nachhaltig und prägten die Ausbildung der folgenden Jahre.

Für Modellbauer bietet dieser Zeitraum eine große Vielfalt an authentischen Darstellungsmöglichkeiten. Typisch sind Soldaten in MTP-Uniform, ausgestattet mit Osprey-Schutzweste, Mk. 7-Helm, L85A2 mit optischer Zielhilfe sowie umfangreicher persönlicher Ausrüstung wie Funkgeräten, Camelbak-Trinksystemen, Minensuchgeräten und Rucksäcken. In Kombination mit Fahrzeugen wie dem Supacat ATMP, Jackal, Foxhound oder einem Boeing CH-47 Chinook lassen sich realistische Dioramen erstellen, die den Alltag britischer Infanterieverbände in Afghanistan und während der anschließenden Ausbildungsphase überzeugend wiedergeben.
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